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TaKeTiNa Newsletter August 2016


"Zuhören / An-Teil-Nehmen"


Manchmal schlägt das Schicksal erbarmungslos zu und reißt einen seiner Lieben aus dem Leben.

So geschehen meiner Freundin -
einer Mutter, die ihren einzigen 18-jährigen Sohn vor genau einem Monat
verloren hat.

Es dauert lange, bis die Sprachlosigkeit über diesen unermeßlichen Schmerz Platz macht
und das Teilen von Erinnerungen und Erzählungen in Fluß kommen kann.

In dieser Situation kann ein naher Freund nur da sein, zuhören und mitfühlen.
Es gibt nichts anderes zu tun.
Nur zu lernen wie ein offenes Gefäß zu sein.

Die Endgültigkeit dieses Ereignisses läßt einen demütig sein, alles erscheint so leer
und sinnlos.

Jedes Gespräch, jeder Impuls von Außen kann zuviel sein.
Und doch wird die Erinnerung sehr lebendig und entwickelt sich weiter zur Anteilnahme,
zum Gespräch, zum Austausch, zum Zusammensein .....

In dieser Zeit war an Musik, Tanz und Ausdruck für mich erst gar nicht zu denken
aber ich hoffe, daß mein Taketina sich um diese Qualitäten wie Anteilnahme und Demut bereichern kann.

Für mich ist dieser Schicksalsschlag ein Ansporn und Verpflichtung, noch stärker in die Tiefe zu gehen
und Menschen zu begleiten, die sich von den Wirkungen des Taketina-Prozeßes eingeladen fühlen.